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Dez14

Erstellt von:B.A.
14.12.2010 22:10 

John Irving hat immer Bücher geschrieben, die ich gerne mit ins Bett genommen habe, um dann vielleicht ein wenig von den Figuren weiterträumen zu können.
In diesen Büchern ist alles eine Frage der richtigen Beleuchtung: Am Abend die schrillste, klügste, bemerkenswerteste Zirkusvorstellung mit den Stars unserer Manege. Im Tageslicht: ein abgefuckter Wohnwagen, Polyester anstatt Seide. Schminke anstatt rosiger Wangen … und dieses Buch ist nun eindeutig ein kleiner Star in meiner Büchermanege. Ein Kleinod: Die Vater-Sohn-Geschichte, Liebesgeschichten, und: FREUNDSCHAFT!! (Was sie bedeuten kann, muss, soll …). Über Jahre, Jahrzehnte, Generationen zu beobachten, miterleben dürfen, mit fiebern und trauern: Irving wird alt, das steht ihm gut.
Einfallsreichtum, Wendungen, alte, bekannte Motive und die Endgültigkeit von Verlust und Tod: das ist nach einer langen Durststrecke (ca. die letzten 3 Romane lang) wie Heimkommen. So als hätte man Garp getroffen und dem Wassertrinker vorgestellt. Wenn kratzt da das zuckrige happy end?!
Lesen! Bitte!
 

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