Jonathan Franzen ist ein guter, genauer Betrachter der Menschen. Bei „FREIHEIT“ muss er (meiner Meinung nach) zu dem Schluss gekommen sein, dass glückliche Menschen, oder welche denen Glück beschienen oder gar gelingt – zu langweilig für seinen Roman sind.
Das Scheitern bei bestem Willen, das grundlegende Misstrauen gegen Staat, Familie – letztendlich (und am intensivsten) gegen sich selbst: Freiheit sind die amerikanische Bundeshymne neu „In God we trust?“. Nein eher „O God we are lost“. Eine Familiengeschichte zum Fürchten, die fesselt und nur zu guter Letzt verwundert: verschrobenerweise gibt es so etwas wie ein Happy end. Wie rotzt Scarlett telegen in ihr Spitzenhäubchen? „Morgen ist auch noch ein Tag!“. Ach ja. Bitte lesen!