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Mrz31

Erstellt von:Klapperstorch
31.03.2011 12:28 

Autor: OA Dr. Hugo Lunzer

 

Akupunktur ist ein kleines Teilgebiet der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (abgekürzt: „TCM“). Vereinfacht geht die TCM von einer Lebensenergie des Körper („Qi“) aus. Das „Qi“ zirkuliert auf definierten Längsbahnen, den sogenannten Meridianen und hat Einfluss auf alle Körperfunktionen. Mit Hilfe von Akupunkturnadeln kann dieser Energiefluss beeinflusst werden.

Wesentlich dabei ist, dass der Energiefluss richtig beeinflusst wird – ansonsten kann es auch zur Verschlechterung von Symptomen kommen! Dazu sind eine genaue Kenntnis der Akupunkturpunkte, aber auch der Stichrichtung und der Stichtiefe der Akupunkturnadeln wichtig. Dabei gibt es oft mehrere Möglichkeiten, den Fluss des Qi zu beeinflussen – je nach Schule (chinesisch, koreanisch, aber auch Wien, Graz, …) werden dabei oft unterschiedliche Punkte verwendet, jeweils mit vergleichbarem Erfolg. Die Ausbildung in der Akupunktur erfolgt an anerkannten TCM–Schulen, für Ärzte dauert sie rund ein Jahr. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab, sodann kann das „Akupunktur-Diplom der Österreichischen Ärztekammer“ beantragt werden.

Gerade in der Schwangerschaft und bei der Geburt wirkt sich das richtige Beeinflussen der Energieflüsse oft positiv aus: So kann einer Untersuchung der Universitätsfrauenklinik Mannheim zufolge durch Akupunktur die Geburtszeit verkürzt werden. Bedingt wird dies durch eine bessere Reifung des Gebärmutterhalses. Aber auch bei zahlreichen anderen Beschwerden in der Schwangerschaft kommt die Akupunktur zum Einsatz, beispielsweise bei Schwangerschaftsübelkeit, Schmerzen unterschiedlicher Art, Lösungsproblemen der Nachgeburt.

„Keine Wirkung ohne Nebenwirkung oder potentielle Komplikationen“ - dieser medizinische Grundsatz trifft  auch für die Akupunktur zu: Die dünne Nadel verursacht oft (leichte) Schmerzen, immer wieder bilden sich an den Einstichstellen kleine Blutergüsse, manche Patientinnen erschrecken beim Stich und sehr selten kann es zu Infektionen an der Einstichstelle kommen.

Gerade zur Geburtsvorbereitung gehen viele Frauen wöchentlich ab der 36. SSW zu einem in der Akupunktur ausgebildeten Arzt. Die Nadeln bleiben dabei jeweils 20 Minuten liegen.

Diese geburtsvorbereitende Akupunktur wird als kostenlose Serviceleistung auch am BKH St. Johann/T. angeboten. Bei Interesse kann sich jede Schwangere unter der Telefonnummer 05352-606-500 bei der Sekretärin der gynäkologischen Ambulanz dazu anmelden.

 

 

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