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Jun14

Erstellt von:B.A.
14.06.2009 21:19 

 
Ich lese leidenschaftlich gerne. Nicht nur das, ich glaube an das Gute im Buch, den Sinn, die Daseinsberechtigung sozusagen.
Nichts kann mich mehr enttäuschen als das ein Buch eines ist: nämlich langweilig, stinklangweilig.
Ist ein Buch "schlecht" weckt es den niedrigen Instinkt der Überlegenheit in mir, ein angenehmes Gefühl, lässt man innere Skrupel beiseite.
Aber schlichte Langeweile!
Keine "ich langweile mich so intensiv, dass die tollsten Ideen entstehen können"-Gefühle, nur Leere, sie macht träge, schleppt den Geist nicht lang genug mit, um Gefallen zu finden: an der Geschichte, den Darstellern, den Nebenfiguren, der Orte, der Schauplätze.
 
Mittlerweile erkenne ich die Anzeichen dafür schneller: meist lege ich das Buch weg, noch vor der Mitte.
Manchmal allerdings macht sich verzweifelte Hoffnung breit: irgendetwas MUSS doch dran sein, irgendein Satz, ein Absatz für den es sich lohnt dranzubleiben.
Aber spätestens wenn meine Augen lesen, und mein Hirn an etwas anderes denkt, weiss ich, es ist umsonst.
 
So in etwa erging es mir mit Daniel Glattauers Buch "Gut gegen Nordwind".
Was haben die Mädels geschwärmt, die Moderatoren!
Hörbucher gabs, und auch ein Theaterstück....bin ich wirklich allein mit meiner Meinung, dass dieses Buch keine moderne Form des Briefromanes darstellt, sondern die wortreiche Anbetung von sprachunfreudiger Feigheit?
Frage: haben sich die Hauptprotagonisten ins Sprachdelirium getrunken? Was kann der Rotwein dafür? Gibt es Hoffnung für die Winzer Österreichs, aufgrund dieser gelungenen Antiwerbung? Sind die beiden schizophrene Teile eines ganzen, großen Geheimnisses, das alle verstehen, außer ich?
Und die Figur des e-mail-gehörnten Ehemanns!
Selbstlos ist er, gar nicht böse, was für eine Verschwendung!
Aber- und als würde das nicht genügen, gibt es einen 2ten Teil - worüber?
 
Sie ahnen meine Vorverurteilung - über...NIX.
Bin ich allein mit meiner Meinung? Gibt es da draussen wirklich niemanden, der ähnlich oder gar gleich empfindet?
Schreiben sie mir, ich verspreche: ich verliebe mich garantiert nicht in sie, wir wissen wohin das führt: in das gähnende Loch wohlformulierter LANGEWEILE!!!
 
Zum Ausprobieren:
Daniel Glattauer:"Gut gegen Nordwind"
                 "Alle sieben Wellen"
 
Viel ähm Vergnügen!!

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Derzeit 1 Kommentare

AW: Daniel Glattauer: "Gut gegen Nordwind"

werde Buch auf keinen fall lesen
bin ganz deiner Meinung zum thema langeweile

Von Achä am  14.07.2009 09:25
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