Es ist Sonntag, 7 Uhr, der Wecker läutete. Nein, nicht schon wieder aufstehen. Einmal so richtig ausschlafen, das wäre schön. Es ist 8 Uhr, nun heißt es aber endlich raus aus den Federn, schließlich wartet heute eine ganz besondere Herausforderung auf uns: die Kuhkaser-Runde.
Wir parken unser Auto beim Gasthof Hechenmoos in Aurach. Von dort aus geht es über den Radweg nach Jochberg. Vorbei an grasenden und komisch schauenden Kühen (unser Hund Diego, der immer mit dabei ist, hat es ihnen anscheinend besonders angetan) führt uns der Weg nach Jochberg Wald. Nach ca. 10 km endlich die Abzweigung. Steil bergauf geht es auf einer Forststsraße dem Kuhkaser entgegen. Etliche Höhenmeter und ca. 30 min. später sind wir an der Weggabelung und somit unserem ersten Etappenziel angelangt. Wir verlassen den Weg, der auf den Kuhkaser führt, und zweigen in Richtung Sintersbach ab.
Beinahe eben geht es jetzt weiter. Die Sonne scheint nicht mehr so stark und im Schatten ist es richtig kalt. Der Herbst hat Einzug gehalten im Gebirge. Vorbei an typischen Almen, dem ein oder anderen Steinpilz (für den wir heute leider keinen Platz im Rucksack haben) und abermals unzähligen Kühen öffnet sich vor uns ein weiter Talboden. Ein traumhafter Anblick für den uns heute leider nicht allzuviel Zeit bleibt. Am anderen Ende wartet nämlich noch ein „hartnäckiger“ Aufstieg in Richtung Torsee/Hochtor auf uns, der es in Sich hat.
Endlich geschafft, nach insgesamt ca, 3 Stunden blicken wir von oben auf den Kelchalmgraben hinunter. Die Zeit der Aufstiege hat nun ein Ende, dafür wartet ein nicht minder anstrengender Bergablauf auf uns. Vorbei an Oberkaseralm und Kelchalm geht es den, so scheint es, ewig langen Graben hinaus. Die Beine schmerzen schön langsam und das Bergablaufen hinterlässt erste Spuren in den Muskeln, doch wir wollen durchhalten.
Die Freude ist groß, als wir endlich wieder beim Auto ankommen. Wir sind recht zufrieden mit unserer Leistung, wenngleich beim bevorstehenden Karwendellauf noch eine Steigerung her muss. Bis dahin sind es aber noch zwei Wochen, die wir für unser Training nutzen wollen. Außerdem: auch beim Karwendellauf heißt unser vorrangigstes Ziel: Durchkommen ist alles! (und wenn möglich vor den Wanderern im Ziel sein).

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