Kate Jacobs: „ Die Maschen der Frauen“
Ich stelle mir gerne vor, die Menschen wären Strickmuster in den passenden Farben und Wollgemischen. Wobei meine Freundinnen ganz klar Kaschmir-Seidenstolas sind während ich schon andere in komplizierte Zopfmusterpullover (Schafwolle) oder Lochmuster/80iger Revival-Firlefanz-Neongelb (Polyester) gesteckt habe. Dieses Buch kann das recht gut: Lust auf Wolle und Stricken an sich zu machen.
Es gibt viele Figuren, die interessant sind (eigentlich zu viele), und die Idee, den Kapiteln Weisheiten über die Kunst des Strickens voranzustellen zum Vergleich mit dem Leben der Figuren an sich, gefällt mir. Das Buch gleicht irgendwie einem Schwätzchen am Nachmittag: zum Klappern der Stricknadeln, zum Verspeisen vieler Muffins, zum leichter Runterschlucken ein Tässchen Tee.
Im TV wäre es bunt, herrlich, berührend. Schöner wäre es zu schauen als zu lesen. (Julia Roberts soll das auch gemeint haben und hat deshalb die Hauptrolle bekommen. Vielleicht kommt der Film ja auch zu uns.)
Apropos Film:
„Für das Leben meiner Schwester“ von Jodi Picoult ist laut den Medien ein „Rührstück auf hohem Niveau“. Ich hoffe diesen Film demnächst zu sehen, aber ganz dringend ans Herz legen möchte ich das Buch dazu. Spannend wie ein Krimi. Berührend, wirklich ans Herz gehend.
Genauso wie ihr letzter (mir ist kein neuerer bekannt!) Roman „19 Menschen“. Dieser Roman bietet sehr glaubhaft den Ablauf eines Amoklaufes, bietet einen Einblick in das Unfassbare, obgleich er unterhält, fesselt und traurig macht. Natürlich sind von mir alle diese Bücher wegen meines persönlichen Geschmacks ausgesucht wurden. 19 Minuten hat aber auch viele meiner Bekannten und Freunde beeindruckt. Bitte lesen!