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Okt11

Erstellt von:B.A.
11.10.2009 17:53 

War ich neun damals oder schon zehn? Ich weiß es nicht mehr. Der Tag war schön, der Heimweg fast geschafft, das Mittagessen in greifbarer Nähe. Seit ein paar Wochen hatten wir neue Nachbarn. Mann mit Hund.

Nur tagsüber war der Hund alleine und an einer Kette. Er mochte es nicht. Er bellte, er zerrte, die Kette rasselte. Nach seinem Befreiungsschlag war ich die erste, die er bemerkte.

Leider.

Nach missglückter Flucht über einen Zaun (eigentlich „hing“ ich drüber) schaffte es der Hund mein Hinterteil zu malträtieren. Seit diesem Tag schwor ich Hunden (bestenfalls) aus dem Weg zu gehen. In echt. In Literatur. In Filmen. Lassie? Beethoven? Hund (bei Lemming)?

An die Leine sollt ihr!
Alle!
Bis ich über Edgar Sawtelle las.

Diese Geschichte ist berührend:
Ein Kind ohne Stimme. Seine Gebärdensprache verstehen die Menschen seiner Familie ebenso wie seine Hunde – Almodine kennt und beschützt ihn seit seiner Geburt. Diese Hundezucht bestimmt den Lebensrythmus der Familie. Als der Bruder des Vaters auf die Farm zurückkehrt brechen alte Konflikte auf, die unkontrolliert eine Eigendynamik entwickeln.

Dieses Buch ist stimmig, denn die Geschichte klingt noch nach. In ein paar Jahren möchte ich es noch einmal lesen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Und vielleicht blinzelt dabei (m)ein echter Hund träge am Kamin! Bitte lesen!!!
 

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