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Jan7

Erstellt von:B.A.
07.01.2010 21:37 

….ist eine österreichische Erzählung. Eine wienerische, das „Küss die Hand“ – Deutsch schmeichelt durch die Seiten und lullt den Leser liebevoll ein …

Doch das Buch befasst sich mit dem Verdrängen, Verschweigen und dem Verschonen (wollen). Die Zwillinge Friederike und Johanna sind 13 Jahre alt, als die Mutter stirbt. Die Zuneigung zueinander erstickt zum einen an dieser Zwillingsnähe, zum anderen hat man in der Trauer um die Mutter nur einander (Der Vater trauert allein)

Friederike verliebt sich. Und was Friederike will, bekommt Johanna (aus Trotz und Eifersucht erschlichen). Die Schwestern entzweien sich. Ein Kind wird geboren. (Eine Tochter. Sie überlebt. Wird krank, verrückt. Sie findet Heimat (nach Elektroschocks und Medikamenten) auf einem betreuten Bauernhof nahe Wien).

Unter Hitler gibt es viele Wünsche, Träume. Das Liebesglück steht nicht oft an erster Stelle, so erzählt diese Geschichte.

Einen Krieg und viele dunkle Geheimnisse später kommt die Wahrheit mit allen Farben und Facetten ans Licht. Doch sie befreit die alten nicht mehr aus ihren Verstrickungen. Die Jungen halten die Fäden in der Hand, lose Enden, neu zu knüpfen ohne den sicheren Halt vergangener Muster.

Was ist unerträglich?

Das Wissen?
Das wissen wollen?
Das nicht wissen?

Ein schaurig schöner Roman
 

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