Heutiges Thema: Maincharakters of Wellington
Wie immer, zunächst zum sportlichen Teil:
Nach unserer zweiwöchigen Weihnachtspause mussten wir im ersten Spiel im neuen Jahr auf die Südinsel fliegen, um dort gegen Canterbury (Christchurch) zu spielen. Wir haben 4:1 gewonnen. Den Grundstein dafür, haben wir bereits in der 5. Minute gelegt, als einer unserer Stürmer alleine auf das gegnerische Tor zulief und nur durch eine „Notbremse“ aufgehalten werden konnte. Ein Elfmeter und eine rote Karte für den gegnerischen Verteidiger waren die logische Folge. Man of the match wurde unser Stürmer Greg Draper, der seine torlose Zeit mit einem lupenreinen Hattrick klar beenden konnte. Ich konnte trotz gerissenen Bandes im Sprunggelenk über 90 Minuten durchspielen, ein streng geschnürter Tapeverband half mir dabei und wird dies auch in den nächsten Wochen tun müssen.
Dass wir zu den meisten Auswärtsspielen fliegen müssen, ist auch neu für mich. Wenn wir um 14.00 Uhr Anstoß haben, fliegen wir dann meistens am späten Vormittag weg, werden dann zum dortigen Stadion gebracht und fliegen nach dem Spiel wieder retour.
Auch letztes Wochenende, am 17. Jänner 2010, konnten wir gegen Youngheart Manawatu 2:0 gewinnen und durch unseren vierten Sieg im fünften Match sind wir schon auf den 3. Tabellenplatz geklettert. Nächste Woche wartet dann ein richtig hartes Match gegen den Tabellenführer Auckland auf uns.
Nun zum heutigen Thema: ohne diese Charaktere wäre Wellington nur halb so interessant… und sie sind ein weiterer Beweis, wie verrückt diese Stadt ist...
eine Decke, einen Energydrink und Musik...was brauchst du mehr zum Leben...
Man kann ihn eigentlich gar nicht übersehen wenn man auf dem Courtnay Place auf und ab spaziert: Ben Hana, oder besser bekannt als der Blanket Man. Ohne ihn wäre Wellington wie Paris ohne Eifelturm oder Pisa ohne den schiefen Turm. Er sitzt meistens auf dem gleichen Platz, nur mit einem Stringtanga und einer Decke „bekleidet“. Deshalb auch der Name Blanket Man (engl.: blanket = Decke).
Ben war schon oft im Fernsehen und in der Zeitung, ja sogar einem Roman diente er als Vorlage. Er hat auf Facebook und MySpace viele Fans und hat auch seine eigene Seite bei Wikipedia.
Bei richtig warmen Temperaturen zieht er dann blank (vielleicht auch deshalb: Blank-et Man…), sitzt auf seinem Stammplatz, Arme und Beine weit ausgestreckt, und grölt zu der Musik ,die durch seine Kopfhörer läuft. Blanket Man hat eigentlich immer was zum Essen, teilweise 3-4 Säcke um ihn herum mit Burger, Sandwiches etc. und seinem Lieblings-Energydrink .
Ein weiterer Charakter, der immer in der Innenstadt anzutreffen ist, ist Excuse-me Man. Er steht ebenfalls meistens auf der Amüsiermeile Courtnay Place und fragt jedes Mal auf die gleiche Art: „Excuse me, do you have some spare coins…?“ („Entschuldige, hast du ein paar Münzen…?“) ...habe ich auch meistens für ihn.
Eine Straße weiter trifft man dann bei schönem Wetter fast immer auf den
Horny Juggler. Auch er steht immer auf dem gleichen Platz, mit einem Pullover vor sich ausgebreitet und jongliert (engl.:
juggle) mit 4 Tennisbällen, übrigens sehr gut. Wenn du vorbeigehst, hört er dann auf zu jonglieren und fordert dich mit einem lauten „Come ooooooooooooon“! auf, ihm doch ein paar Münzen zu geben. Horny deshalb, weil…das erzähl` ich euch ein anderes Mal…
video: (
http://www.anzeiger-news.com/DesktopModules/UltraVideoGallery/uvg.swf?vId=164&portalId=1)
"Horny Juggler" in Action auch ein Juggler braucht seine Rauchpause
Die Army Lady ist eine kleine, kahlrasierte Frau in Militärmontur (grüne Sommer- oder weiße Wintertarnung), die durch die Stadt patrouilliert und für Recht und Ordnung sorgt…in ihrer Vorstellung.
Army Lady auf Streife
Etwas seltener, aber trotzdem immer wieder anzutreffen sind:
> der Shuffling Man (engl.: to shuffle = latschen/schleppend gehen, weil er so kleine Schritte macht), er ist nur mit einem Mantel bekleidet (ich weiß nicht ob er etwas unter seinem Mantel trägt) und „shuffelt“ durch die Stadt, um sich nach Zigarettenstümmeln umzusehen, die er dann fertigrauchen kann.
> der Magician (= der Zauberer), der ursprünglich aus New York kommende Zauberer, immer mit weißem Hemd und schwarzem Zylinder, spaziert immer durch die Innenstadt um dort Passanten mit beeindruckenden Zaubertricks zu unterhalten. Nach seiner "Vorstellung" zieht er dann seinen Hut, und Kleingeld ist immer erwünscht.
> der Monkey Man, ein Mann in einem Affenkostüm, der meistens bei schönem Wetter durch die Stadt "hüpft", Affengeräusche macht, und sich von Laterne zu Laterne schwingt. Leider nicht einfach den mit Kamera festzuhalten...
The Magician Shuffling Man
Im nächsten Blog: Der Haka