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Feb3

Erstellt von:KiWinsauer
03.02.2010 10:54 

 

Mein heutiges Thema:Cable Car“ und „Eine bissige Geschichte“
 
Leider gibt es aus sportlicher Sicht von den letzten zwei Spielrunden in der Meisterschaft nicht sehr viel Positives zu berichten. Wir haben am 24. Jänner gegen den Tabellenführer Auckland City und am 31. Jänner gegen Otago (beide Spiele auswärts) beide Male mit 3:1 verloren. Da wir aber vor diesen beiden Spielen vier aus fünf Matches gewonnen haben, sind wir immer noch auf dem 4. Tabellenplatz, der gleichzeitig eine Qualifikation für die Playoffspiele bedeuten würde. Wir haben noch vier Meisterschaftsspiele in dieser Saison zu bestreiten, davon 3 Heimspiele. Das heißt, alle Kräfte mobilisieren, dann werden wir auch nach dem letzten Spieltag am 14. März auf einem Playoffplatz stehen.
 
Am Dienstag, den 02. Februar 2010 haben wir ein Freundschaftsspiel gegen den „großen Bruder“ aus der Hyundai-A-league, Wellington Phoenix gehabt und 3:0 gewonnen. Es wurden zwar 3-4 Spieler von ihrer Mannschaft geschont, aber trotzdem ein Achtungserfolg. Wenn man gegen Otago 1:3 verliert und dann 2 Tage später so gut gegen eine vermeintlich bessere Mannschaft spielt und so klar gewinnt, wer will mir dann weismachen, dass Fußball keine Kopfsache ist…?
 
Eine „bissige“ Geschichte:
 
Als ich meinem Trainer Stu Jacobs letzte Woche (21. Jänner 2010) bei einem Fußballcamp für Kinder geholfen habe, kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall. Am Rande des Fußballrasens attackierte ein Pitbull einen schwarzen Labrador und hörte nicht auf, auf ihn einzubeißen. Da sich die beiden älteren Herren, die Besitzer der beiden Hunde, nicht zu helfen wussten, und einer bereits am Boden lag, sprintete Stu instinktiv zum immer schlimmer werdenden Hundekampf und versuchte die Hunde zu trennen. Nur wenige Sekunden später lag er selbst am Boden, der Pitbull festgebissen in seinem Fuß. Als er sich schwer blutend befreien konnte und gleich von einem meiner Mitspieler ins Krankenhaus gebracht wurde, fühlte ich mich natürlich verpflichtet, den offensichtlich überforderten Männern zu helfen. Also griff ich zwischen die Hunde und schnappte eine Leine, mein Mitspieler Greg die andere. Natürlich „erwischte“ ich die des Pitbulls und zerrte ihn weg vom Labrador und dem immer noch am Boden liegenden Besitzer des Labradors.
 
Während Greg sich mit dem Labrador vom Kampfort entfernte stand ich da, mit dem Pitbull an der Leine, der mich nun mit blutverschmierter Visage anknurrte und mir wurde eigentlich dann erst bewusst, wen ich mir da „aufgerissen“ hatte. Der Kampfhund war aber zum Glück schwer gezeichnet und zu erschöpft um jetzt auch noch mich nach dem ca. 15minütigen Fight anzugreifen. Vielleicht hatte er auch Angst, in österreichisches Gammelfleisch zu beißen…
 
Ich half dem am Boden liegenden und schwer gezeichneten Herren langsam wieder auf seine Beine und uns wurde dann so richtig bewusst was noch alles passieren hätte können. Schließlich war dieser ja während des Kampfes die ganze Zeit auf „Augenhöhe“ mit den Hunden und dass 25 Kinder (zwischen 5 und 10 Jahren) nicht weit davon entfernt ahnungslos Fußball spielten, an das darf man schon gar nicht denken.
Da es schon die dritte Attacke des Pitbulls innerhalb eines Jahres war, wurde dieser am darauffolgenden Tag eingeschläfert. Der Labrador und sein Besitzer kamen noch einmal glimpflich davon und mein Trainer wurde noch am gleichen Tag mit 37 Stichen am rechten Bein und an beiden Händen genäht – Glück im Unglück kann man da wohl sagen. Dieser Zwischenfall brachte dem Trainer nicht nur einen großen Schock und tiefe Wunden sondern auch dicke Schlagzeilen in der größten Zeitung in Neuseeland The Dominion Post und Live-Auftritte im Radio und TV.
Die hätte er sich wohl lieber erspart und ich denke ihm wäre lieber gewesen, die Reporter hätten ihn wegen einem unglaublichen Erfolgslauf von Team Wellington interviewt…
 
 
Eigentlich wäre für heute der in Neuseeland sehr berühmte „Haka“ geplant gewesen, da ich aber letzte Woche das schöne Wetter dazu genutzt habe, mit der Wellington Cable Car-Bahn zu fahren, wollte ich dieses Thema aus aktuellen Gründen vorziehen. VIDEO (http://www.anzeiger-news.com/DesktopModules/UltraVideoGallery/uvg.swf?vId=182&portalId=1)
 
           
    Cable Car mit Aussicht auf den Hafen von Wellington
 
 
Die Cable Car-Bahn ist eine einspurige Standseilbahn und ist ca. 630 Meter lang. Die Bahn führt von der Hauptgeschäftsstraße Lampton Quay auf den Mount Kelburn und befördert jährlich ca. 1 Million Fahrgäste. Die Bahn wurde 1902 eröffnet und der Antrieb erfolgte anfangs durch eine Dampfmaschine, 1933 wurde dieser aber durch einen elektrischen Antrieb ersetzt. Die Standseilbahn hat zwei Wagoons und eine Ausweichstelle in der Mitte der Strecke. Auf dem Mount Kelburn befindet sich die Victoria University und deshalb wird die Bahn auch gerne von Studenten genutzt. Auf dem Gipfel kann man einen wunderschönen Ausblick auf Wellington genießen oder einen ca. 30 minütigen Spaziergang in den Botanic Garden machen. VIDEO (http://www.anzeiger-news.com/DesktopModules/UltraVideoGallery/uvg.swf?vId=183&portalId=1)
 
 
 
 
Im nächsten Blog: Der HAKA
 

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Derzeit 6 Kommentare

AW: Cable Car und eine "bissige Geschichte"

Hallo Kiwinsi, verdammt gefährlich da unten :-) du darfst ned vergessen zum HAKA a HANGI zu essen, is a Erlebnis - aja und mittanzen natürlich, mittanzen. Danke für die Berichte
Hans, Anzeiger-Online

Von Hans A. am  03.02.2010 12:39

AW: Cable Car und eine "bissige Geschichte"

...do sieg ma scho den neuseelanderprobten! gfoit ma! und passend zu der gschicht vielleicht no mein lieblingshundereim:
der hund an der leine,
hat keine beine,
drum ist der hund,
untenrum wund.

Von ein Tiroler in Neuseeland am  03.02.2010 23:17

AW: Cable Car und eine "bissige Geschichte"

Hi Big Arni!

Sers Mike, verfolge deine Blogs regelmässig und bin jedesmal gespannt was du das nächste mal für wuchtl raushaust! Dei Blog is sehr interressant zu lesen und wos du do unten alles erlebst... sensationel. I glaub des wor a supa entscheidung das amol a bissl von da Wölt sigst als nur de Berge in Tirol!!!! Wünsch da noch alles gute und bin gespannt auf deinen nächsten Eintrag.

lg aus Kärnten

Von Mario Steiner am  04.02.2010 00:45

AW: Cable Car und eine "bissige Geschichte"

Ah, der tuat nix.............!!! :-)

Von Big Brother am  04.02.2010 18:50

AW: Cable Car und eine "bissige Geschichte"

Ha, deine Videos san zu Schreien. We want more....echt a lässsssssige Bahn!!! Weiter so.

Von Big Brother am  04.02.2010 18:54

AW: Cable Car und eine "bissige Geschichte"

Seass Winsi! Des host davo, dass´d zu de Maoris gonga bist. In Schwona hed´t di maximal a Wönsittich attackiert. Des war wohrscheinlich glimpflicha ausgonga.
Wos mi wundat is foigendes. I hob amoi gheart, dass a neiseeländischa Kampfhund sofurt davohrennt, wann a richtig wüda Hund vo Tirol daherkummt.... Stimmt leicht des ned, oda host eahm ned gsogt, dass´d vo Tirol bist? Normalaweis häds´d du den Labrador beissn miassn!!!

Schen Foschingsdienstog aus Schwona!!

Von The Voice am  17.02.2010 10:54

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