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Mrz5

Erstellt von:KiWinsauer
05.03.2010 05:37 

 

Mein heutiges Thema:        Wenn du in Wellington nicht auffallen willst, dann…
 
Zunächst zum Sport:
Die Meisterschaft für Team Wellington bleibt weiter spannend!
Wie im letzten Blog berichtet, müssen wir die letzten beiden Spiele gewinnen, um uns für die Playoffs (Top 4 Platzierung), zu qualifizieren. Den ersten Schritt dorthin haben wir bereits am Sonntag, 28. Februar, gemacht und gegen Waikato auswärts 3:2 gewonnen – aber wie…
…wie auch schon 14 Tage zuvor, haben wir den Siegestreffer in der letzten Minute (genauer gesagt in der 93. Minute) gemacht, und wieder war der Held des Spiels der eingewechselte „Solomonen-Bomber“ Michael Fifi, genannt „Fifdog“. Den wir dann auch im Shuttlebus vom dortigen Stadion zum Flughafen hochleben haben lassen: klicke hier:  (http://www.anzeiger-news.com/DesktopModules/UltraVideoGallery/uvg.swf?vId=188&portalId=1).
Da unser direkter Tabellennachbar Otago gegen Canterbury 2:0 verloren hat, haben wir diese überholen können, und stehen somit auf dem 4. Tabellenplatz.
Nun haben wir es am 14. März im Entscheidungsspiel gegen Canterbury selbst in der Hand und können/müssen durch einen weiteren Sieg unseren Tabellenplatz verteidigen. Verliert Otago ihr Spiel am 13. März, würde dass für uns natürlich eine vorzeitige Playoff-Sicherung bedeuten. Es ist also weiterhin Spannung geboten für meine erste neuseeländische Meisterschaft…
 
Ein weiteres Highlight steht mir dieses Wochenende bevor. Wellington Phoenix, mit denen ich regelmäßig (2-4 Mal die Woche) mittrainiere, stehen in der A-Hyundai-League (1. australische Liga) im Semifinale der Playoffspiele. Sie haben letzte Woche in Wellington im Westpac-Stadium gegen Perth im Elfermeterschießen, vor 25.000 Zuschauern, gewonnen. Am Wochenende spielen sie gegen Newcastle Jets, und das Stadion ist seit letzter Woche ausverkauft. Ich bin natürlich live dabei und freue mich schon auf ein weiteres Mal im ausverkauften Stadion und 35.000 fußballverrückten Neuseeländern…
 
Nun zu meinem heutigen Thema:
 
Ich habe mir gedacht, in diesem Blog ein paar Tipps niederzuschreiben, die einem helfen können, wenn man einmal nach Wellington kommt. Vorab: Nicht alle sind wirklich ernst zu nehmen…
 
 
WENN DU IN WELLINGTON NICHT AUFFALLEN WILLST, DANN...
 
Accessoires:
 vergiss nicht, wenn du in die Stadt spazierst, im Bus sitzt oder auf jemanden wartest, die Ohrenstöpsel deines Ipods im Ohr und den Coffe-to-go in deiner Hand zu haben.
Denn: Manchmal genügt es einfach, wenn man nur schaut und riecht!
 
Höflichkeit:
 ...sag immer, wenn du den Raum betrittst, zuerst „Hey, how are you doing?“, „How is things?“ oder „Nice to meet you…“, bevor du ein Gespräch beginnst. Es ist eigentlich üblich, bevor man mit einander spricht, zuerst zu fragen wie es geht – macht man ja bei uns auch, obwohl wir uns auch manchmal nur mit einem saloppen „Servas“, „Hawideri“ oder „Wos sogga?“ begnügen können.
 
 Anhängsel:
…verwende das Wort mate (deutsch: Kumpel) so oft du kannst (z.B. „How are you mate?“, „Hey mate, let`s go…“ oder „Cheers mate for the…“ etc.). Triffst du Amerikaner in Wellington, kannst du das „mate“ gerne durch ein buddy (auch: Kumpel) oder bro` (kurz für: brother) ersetzen.
Tipp: Verwende diese Ausdrücke nur bei männlichen Bekanntschaften und nicht unbedingt z.B. bei einem Vorstellungsgespräch!
 
Aussehen:
…versuche dich am Morgen nicht schön zu machen – Sei einfach so wie du bist!
Für Frauen gilt: Lass dir einen „schönen“ Haaransatz wachsen, schminke dich ohne Spiegel in den buntesten Farben, ziehe dir Kleider aus den 60/70ern an (am besten mit Blumenmustern), lasse dich piercen und tätowieren, mache Löcher und Laufmaschen in deine Leggins und Strumpfhosen und du wirst eine tolle Zeit in Wellington haben.
 
Für Männer, ist das Ganze viel einfacher: Steh` morgens auf und geh, wenn du heute keine Lust auf deine hautengen Karotten-/Röhrenjeans hast, direkt so außer Haus. Auch hier gilt der „Schweizer-Käse-Look“ in Hemden und T-Shirts.
Zerzaustes Haar und „Pyjama-Look“? – das Normalste.
 
Ausgehen:
…geh so oft aus wie, und so lange, du kannst. Natürlich erst dann, wenn du davor kräftig mit Freunden zu Hause „vorgeglüht“ hast. Wenn du dann früh morgens, bei aufgehender Sonne nach Hause gehst, vergiss nicht laut herumzugrölen, damit alle die auf deinem Nachhauseweg wohnen, mitbekommen, dass deine Nacht zu Ende geht.
Tipp für die Bar: Geht nichts mehr rein? – dann trink einfach weiter!
 
Rauchen:
…bist du Raucher, dann dreh dir die Zigarette immer selber. Kaufe dir Tabak, Zigarettenpapier und Filter, denn kein Mensch kauft sich hier eine normale Schachtel Marlboro.
Tipp: Was du dir da drehst, ist dabei egal (und teilweise auch nicht legal…), nur lass dich dabei nicht erwischen!
 
Essen:
…wenn du in Wellington in eine Wohnung einziehst, sei nicht überrascht, wenn du keinen Esstisch findest. Ich habe es auch erst dann gemerkt, als ich mir meine erste Mahlzeit gekocht habe und mich an einen Tisch setzen wollte…war ein bisschen spät.
Gegessen wird dann sitzend oder halb liegend, mit dem Teller auf dem Schoß oder stehend in der Küche.
Lass dich von den vielen kleinen Restaurants in der Stadt nicht in die Irre führen.
Sei nicht voreingenommen! – Die Restaurants, die von außen wirklich schlimm ausschauen, sind oft die besten.
Tipp: keine Lust auf dreckige Restaurants? - es gibt fast überall auch Take aways.
 
Arnie`s philosophischer Beitrag für heute:
Es ist nicht immer leicht, dass man es für alle recht macht. Man ist auch oft voreingenommen, wenn man Leute sieht, die sich ein bisschen anders anziehen oder „herrichten“. Es sind halt nicht alle „normal“. Aber was ist normal? Es ist doch auch oft unterhaltsam und lustig, wenn jemand ein bisschen aus der Reihe tanzt und nicht „mainstream“ ist. Viele Neuseeländer, vor allem Wellingtonier, sind eben ein bisschen anders, aber sie verstellen sich nicht, oder wollen gezwungen anders sein, nein, sie sind einfach so und das Wichtigste dabei ist: Sie stehen dazu!
 
Ich habe euch ja schon oft gesagt: Wellington ist verrückt - positiv verrückt!
P.S. und vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass ich bald wieder nach Hause komme ;)
 
See you mates!
 
Euer Arnie
 

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Derzeit 3 Kommentare

AW: Wenn du in Wellington nicht auffallen willst, dann...

Hi Winsi !
Hast du ein Problem gehabt mit "nicht schön" machen? Das mußt du doch ohnedies gewöhnt sein, denn "schön" kenne ich dich gar nicht......
Seid wonn muass a Tiroler "schee" sei?
Hoffentlich packt ihr die play offs, Gruß Reini

Von The voice am  11.03.2010 16:10

AW: Wenn du in Wellington nicht auffallen willst, dann...

Hi mate!
How are you? When will you return from "Down Under" ?
Give me information when you´re back in Austria due to have some coffees to go and may be twelve or fourteen beers.
The beer at "Grubers restaurant" is ok and at Renschis Inn, also.
best regards
Buddy from Schwauna

Von Buddy am  11.03.2010 16:18

AW: Wenn du in Wellington nicht auffallen willst, dann...

hallo maiki, ganz schön schräg das leben in wellington.
Da sind wir ja gespannt, wenn unser maiki wieder in Austria eintrudelt und den Hauch der großen weiten Welt mitbringt.
Bis dahin alles, alles Liebe und viel Glück und Kraft für die play offs.

Deine philosophischen Ausführungen sind einfach genial! Weiter so!

Bussi Mama

Von christine winsauer am  17.03.2010 10:52

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