Autor: OA Dr. Andreas Zelger
Der unerfüllte Kinderwunsch ist für die betroffenen Paare eine schwere, oft nicht zu bewältigende Belastung.
Doch während diese Situation früher gewissermaßen als schicksalhaftes Ereignis hingenommen werden musste, gibt es heute doch einige Möglichkeiten, solchen Paaren den Kinderwunsch zu erfüllen.
Am Beginn der Kinderwunschbehandlung steht die Abklärung der möglichen Ursachen sowohl bei der Patientin, als auch bei ihrem Partner.
Mögliche Ursachen bei der Frau sind hormonelle Faktoren, Veränderungen an den Eileitern oder der Gebärmutter, teils angeboren, teils erworben, beispielsweise durch abgelaufene Entzündungen.
Ein Teil dieser Ursachen ist heute behandelbar, allerdings gehört die so genannte „idiopathische Sterilität“, bei der keine Ursache gefunden werden kann, immer noch zu den häufigsten Gründen ungewollter Kinderlosigkeit.
In zunehmender Häufigkeit liegt es allerdings auch am Partner, wenn eine Partnerschaft kinderlos bleibt.
Deshalb gehört heute die Erstellung eines Spermiogramms zu den ersten Maßnahmen bei Kinderwunsch, wobei heute auch bei schlechten Spermiogrammen durchaus berechtigte Hoffnungen bestehen, eine Schwangerschaft zu erzielen.
In bestimmten Fällen kann auch eine so genannte „Insemination“ die Chance, schwanger zu werden, erhöhen.
Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit der „künstlichen Befruchtung“, bei der wir mit darauf spezialisierten Zentren zusammenarbeiten und die Patientinnen gemeinsam betreuen.
Nach wie vor kann allerdings nicht jeder Kinderwunsch erfüllt werden, die Chancen waren aber noch nie so groß wie heute.
Unsere Kinderwunschambulanz im BKH St. Johann soll eine Serviceeinrichtung für betroffene Frauen und Paare sein. Die Ambulanzzeiten sind Dienstag und Donnerstag nachmittags nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung: 05352 – 606 – 500.