Die ayurvedische Babymassage hat ihre Wurzeln in Indien, wo seit vielen Generationen bereits Neugeborene von Geburt an durch ihre Mütter oder andere Familienmitglieder massiert werden. Da im Ayurveda die Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele im Vordergrund steht, besinnt man sich auch in unserer westlichen Welt immer öfter auf die zahlreichen Vorteile dieser speziellen Form der Berührung und lässt bereits den Kleinsten entspannende Streicheleinheiten zukommen.
Zu den Vorteilen für Mutter/Vater und Kind zählen neben dem Wohlgefühl auch die Stimulation vieler Sinnesorgane, wie der Haut, der Nase (über den Geruch des Öles), dem Ohr (durch die Stimmer der Mutter/des Vaters, entspannende Musik,…), sowie die Förderung der Durchblutung bzw. die Festigung des Bindegewebes. Weiters kommt es zu einer Anregung des Immunsystems und des Stoffwechsels – und nicht zu vergessen auch zur Entspannung der Mutter/des Vaters.
Von besonderer Bedeutung ist sicher die positive Auswirkung auf die Eltern-Kind-Beziehung, da man in engem (Haut-)Kontakt steht, stark auf die Bedürfnisse des Kindes achtet und seine Signale somit besser deuten lernt.
Es entsteht eine enge Bindung und durch den achtsamen Umgang miteinander können schwierige Phasen in der Entwicklung des Babys (schwere Geburten, Kolik-/Schreiphasen,…) vielleicht etwas leichter gemeistert werden.
Ayurveda-Babymassage ist für jedes Baby geeignet, kann von Geburt an durchgeführt werden und lässt sich leicht erlernen.
Voraussetzung für die Massage sind die Bereitschaft beider Massagepartner, ein angenehmes Raumklima (Wärme, weiche Unterlage, leise Entspannungsmusik, ein dezenter Duft,…) und die Verwendung eines naturreinen, hochwertigen, vorgewärmten Öles (z.B. Mandel-, Jojoba-, Sesamöl, …). Außerdem sollte das Baby nicht krank (Vorsicht bei Hautausschlägen, etc.) oder hungrig sein bzw. frösteln. Wichtig ist auch ein abgeheilter Nabel bei Massage des Bauches. Vielleicht haben Sie ja nun Lust ein bisschen „Wellness“ für sich und ihr Baby in den Alltag zu bringen und erleben Entspannung und Spaß beim Ausprobieren.
Autorin:
Hebamme Schratl Silvia
Krankenhaus St. Johann i.T.
Hebammenpraxis Mittersill